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Gottes Fügung oder einfach schöner Zufall? Die Bauermfamilie Heinz und Carmen Nüesch (Krummensee, Balgach) hat eine wunderbar geräumige landwirtschaftliche Mehrzweckhalle erstellt, die der Evang. Kirchgemeinde Diepoldsau-Widnau-Kriessern am Feldgottesdienst vom trüben Regensonntag, 30. August 2020, voll zugute kam: Die moderne Baute bot nicht nur komfortablen Schutz, sondern auch genügend Platz für die zahlreich erschienenen Gäste - und sie glänzt mit einer hervorragenden Akustik. Zur musikalischen Umrahmung des MV Diepoldsau-Schmitter unter der Leitung von Daniel Ritter stellte Pfr. Andreas Brändle die Diepoldsauer, Katechet Rainer Reich die Widnauer und Kriessner Konfirmanden vor. Coronabedingt verlasen sie die Texte der Konfirmandinnen und Konfirmanden zum Thema "Freiheit", das dann auch in der Predigt von Pfr. Andreas Brändle aufgenommen wurde. Pfr. Urs Dohrmann sprach ein Gebet und den Segen. Die bewährte Grillcrew - Kurt Weder, Fredi Weder und Peter Kehl - zauberte am laufenden Band feine Bratwürste auf die Platte; Irma Kehl, Martina Lüchinger, Nadja Dennler, Andrea Spirig und ihre Tochter verwöhnten die Gäste mit Getränken, Kaffee und Dessertgebäck. Fazit: Dank eines solch hervorragenden Teams unter der Leitung von OK-Präsident Patrick Weder und der umsichtigen Gastgeberfamilie Heinz und Carmen Nüesch konnte nicht mal Petrus die gute Laune verderben.


Gemeindebaum mit eigenem Lied eingeweiht

Diepoldsau Am Sonntag, 23. August, wurde in der evangelischen Kirche Diepoldsau der neue Gemeindebaum eingeweiht.

An diesen werden in Zukunft alle Taufen, Konfirmationen und Abdankungen (in Form von Blättern) und Hochzeiten (mit zwei Tauben dargestellt) angeheftet. Somit bleiben wichtige Lebensstationen in Erinnerung.

Ein Jahr später können die Familien ihre Blätter und Tauben wieder vom Gemeindebaum nehmen, während dieser natürlich fortlaufend frisch bestückt wird.

Dieses schöne Lebenssymbol ist das Resultat eines Workshops der Kirchenvorsteherschaft der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Diepoldsau-Widnau-Kriessern. Dieser stand im Zeichen von «Toga», was «Tauforientierte Gemeindearbeit» bedeutet: Ausgangspunkt der kirchlichen Arbeit ist die Taufe und alle mit ihr verknüpften späteren Lebensstationen wie Konfirmation, Hochzeit und Tod. Zwischen diesen Lebensstationen werden viele kirchliche Anlässe für alle Generationen hineingewoben.

Gezeichnet wurde der neue Lebensbaum von Katja Roelli, handwerklich umgesetzt von Patrick Weder. Der Baum wurde mit Magnetfarbe beschichtet, sodass sich die Blätter und Tauben schnell und einfach anheften lassen.

Nach einem Textentwurf von Katja Roelli sang die Gemeinde gemeinsam mit dem Kirchenchor unter der Leitung von Klaus Roggors und der Crossoverband unter der Leitung von Karin Fend das Gemeindebaumlied. In seiner Predigt beschrieb Pfr. Andreas Brändle den Gemeindebaum von der Wurzel bis zur Krone und leitete daraus viele wertvolle Gedanken für unser Leben ab.

Mit dem Song «Oh happy Day» setzte die Vollfresh-Jugendgottesdienst-Band unter der Leitung von Alexandra Steiger einen besonderen musikalischen Akzent. Anschliessend trafen sich alle Akteure und Gemeindemitglieder im Kirchgemeindehaus zu Kaffee und Zopf.

Zwischen der evangelischen Kapelle und dem Kirchgemeindehaus fand am Samstag das Sommerfest statt vom Kafi Mitenand in Widnau. Alle hatten sich schon lange auf das Fest gefreut und gebangt: wird es trotz Corona stattfinden können? So gab es keine Werbung und es ergingen keine weiteren Einladungen, damit die Anzahl überschaubar blieb.

Die ersten Speisen wurden geliefert, warme Teigtaschen nach somalischem Rezept, Salate, Couscous, Baklava, Kartoffelsalat, Ingera, ungarisches Gulasch, asiatische Nudeln, Schwarzwälder Kirschtorte und Gegrilltes – Fleisch und Vegetarisches.

Nelson Robl hatte seine Musikanlage mitgebracht und stimmte sich auf die bunt gemischte Zuhörerschaft ein. Die Sonne schien, die Kinder spielten, und das Buffett wurde eröffnet.

Strahlende Gesichter! Auch Kaplan Georg Changeth kam zu Besuch.

Als der erste Hunger gestillt war, wurde zum Trommeln eingeladen. Alain Lamrani aus St Gallen beglückte jung und alt mit den Rhythmen zum Mitmachen. Auch zum Tanz wurde geladen, Salsaschritte zu südamerikanischen Klängen. «Mensch, lerne tanzen, sonst wissen die Engel im Himmel nichts mit dir anzufangen!» Hatte im 4. Jahrhundert der nordafrikanische Kirchenvater Augustin gesagt.

Welche Länder vertreten waren an diesem schönen Tag? Die Schweiz, Marocco, Somalia, Deutschland, Österreich, Eritrea, Äthiopien, Polen, Ungarn, Chile und die Dominicanische Republik, Afghanistan und Singapur. Alle zusammen wirkten mit vom Aufbau bis zum Aufräumen.

Gastgeberin war die reformierte Kirchgemeinde, vertreten durch das Pfarrehepaar Urs und Silke Dohrmann. Das wöchentliche Kafi Mitenand ist ein Treffpunkt zum Deutschsprechen und Kennenlernen von anderen Lebensgeschichten, zum Austausch und Gemeinschaft.

Pfrn. Silke Dohrmann & Pfr. Urs Dohrmann

Harmonierten perfekt: Jazzmusiker Rosario Benaccorso und Pfarrerin Silke Dohrmann.

Am Sonntag, 2. August, 9.30 Uhr, waren alle in die Kapelle zum Gottesdienst mit italienischem Jazz eingeladen. Musiker Rosario Benaccorso begleitete die Feier mit leichten, herzerwärmenden Klängen. Wie klingt ein Psalm, wenn die Lesung mit dem Bass begleitet wird oder wenn «Grosser Gott, wir loben Dich» verjazzt wird? Rosario Benaccorso zeigte dies. Die Predigt im Gottesdienst hielt Pfarrerin Silke Dohrmann.