Springe zum Inhalt

Autorin Damaris Kofmehl berichtete über die Stürme ihres Lebens.

Am Samstag, 26. April, war die schweizer Autorin und Theologin Damaris Kofmehl (www.damariskofmehl) zu Gast im Kirchgemeindehaus Widnau. Maria Garcia begrüsste 67 Gäste, die zunächst ein reichhaltiges Frühstück geniessen konnten, bevor Damaris Kofmehl über ihr bewegtes Leben berichtete.

Schon als Fünfjährige verfasste die kleine Damaris - damals noch mit Hilfe ihrer Mutter - ihre erste Geschichte. Das Schreiben war von Kindheit an ihre grosse Leidenschaft. Sie hatte sie sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, mit 15 Jahren ihr erstes Buch zu veröffentlichen – und sie erreichte es.
In ihrem Vortrag schilderte die Autorin die spannenden Etappen ihres Lebens: So lebte sie bei Indianern im Dschungel Costa Ricas, reiste durch Guatemala und durchquerte Chile. Aus diesen Erlebnissen entstand die Buchreihe «Abenteuer in Südamerika».
Besonders bewegend waren ihre Erfahrungen in São Paulo, wo sie acht Jahre lang Strassenkinder betreute. Die berührenden Schicksale dieser Kinder hielt Damaris Kofmehl in ihren Büchern fest, die sie selbst als «True-Life-Thriller» bezeichnet. In dieser Zeit lernte sie ihren Mann, den amerikanischen Sänger und Ex-Drogendealer Demetri Betts, kennen. Er war Gründer einer Drogenreha für Jugendliche. Seine Lebensgeschichtete faszinierte die Autorin so sehr, dass sie ein Buch über ihn schreiben wollte. Sie heirateten kurze Zeit später.
Für die Recherchen zu ihren Büchern scheute Damaris Kofmehl keine Mühen und reiste unter anderem auch nach Pakistan, in die USA, nach Peru und Australien.
Gemeinsam mit ihrem Mann kehrte sie später nach Deutschland und die Schweiz zurück, um dort zu predigen.
Nach einem schweren Schicksalsschlag, Demetri Betts verstarb unerwartet, war Damaris Kofmehls Glauben an Gott erschüttert. Es dauerte lange und brauchte viele Begegnungen, bis sie ihn wieder fand.
Nach zahlreichen Büchern über das Leben anderer veröffentlichte sie nun auch ihre eigene Biografie «Kämpferseele-Die Stürme meines Lebens», in der sie beschreibt, wie ihr Glaube sie durch die Stürme des Lebens getragen hat.
Mit grosser Offenheit nahm Damaris Kofmehl die Gäste mit auf eine Reise durch ihr Leben – mit allen Höhen und Tiefen, auch in Bezug auf ihren Glauben an Gott.
Im Anschluss an den Vortrag hatten die Gäste die Möglichkeit, ihre Bücher anzusehen und zu erwerben und auch persönlich mit der Autorin zu sprechen.
Ein herzliches Dankeschön gilt, neben der Referentin Damaris Kofmehl, auch Monika Kehl, Iris Graf, Bianca Köppel und Andrea Irps, die sich um das leibliche Wohl der Gäste kümmerten.

-

Image 1 of 29

Über 60 Gäste kamen zum «Frühstück mit Tiefgang».

Berta Thurnherr erzählte aus ihrem Leben.

Am Mittwoch, 2. April, war Berta Thurnherr, Autorin und Erzählerin von Gedichten und Geschichten im Diepoldsauer Dialekt, zu Gast im Neugass Treff. Sie ist Trägerin des Kulturpreises «Goldiga Törgga» und hat mit ihrem Engagement viel zur Erhaltung der Mundart beigetragen.
Das Interview führte Diakon Martin Nägele.
Berta Thurnherr erzählte aus ihrem bewegten Leben: Aufgewachsen als Älteste von fünf Geschwistern, arbeitete sie zunächst im Architekturbüro ihres Ehemannes. Mit 45 Jahren entschied sie sich zur Umschulung zur Kindergärtnerin, um sich ihren Wunsch zu erfüllen, im sozialen Bereich tätig zu sein. 15 Jahre lang übte sie diesen Beruf in Diepoldsau mit viel Herzblut aus. Auch nach ihrer  Pensionierung blieb sie engagiert. Beim Solidaritätsnetz unterrichtete sie geflüchtete Frauen in Deutsch.
Berta Thurnherr war schon immer an Sprachen und an Dialekten interessiert.
Bereits in den 1980er Jahren begann sie, zusammen mit ihrer Schwester, ältere Menschen zu befragen und deren Erzählungen aus dem Zweiten Weltkrieg auf Tonband festzuhalten – alles in Diepoldsauer Dialekt, um die Sprache zu bewahren.
Insgesamt schrieb sie 20 dieser Bänder nieder. Einige dieser Erzählungen wurden später in Lesungen mit passender Musik vertont und als CD veröffentlicht.
Mit über 500 Lesungen und zahlreichen Auftritten hat Berta Thurnherr viele Menschen begeistert.
Ihre Tonbandaufnahmen wurden inzwischen im Phonogramm-Archiv der Universität Zürich digitalisiert und stehen nun Forschenden zur Verfügung, die verschiedene Dialekte studieren.

Ein inspirierender Nachmittag mit einer beeindruckenden Persönlichkeit!