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Die biblische Geschichte «David gegen Goliath» war im Familiengottesdienst unter der Mitwirkung der Kinder des Fritigstreff in Diepoldsau Thema. Die Besucherinnen und Besucher haben gehört, dass David eben nicht gross und stark sein musste, um gegen den Riesen Goliath und seine Krieger zu kämpfen. Sein Vertrauen in Gott und dessen Hilfe hat David geholfen, allein den Riesen zu besiegen.

Pfarrer Andreas Brändle hat den Bezug ins Heute gemacht und die Besucherinnen und Besucher aufgefordert, ihre «Riesen» im Leben aufzuschreiben. Die Antworten gingen von Stress über Überforderung, Wäscheberge, Rasenmähen bis Mut, Trauer, Hausaufgaben etc.. Nach dieser Aktion wurde gemeinsam ein Mutmachlied gesungen.

Im Gottesdienst wurde die langjährige Fritigstreff-Leiterin Heidi Heule verabschiedet. Während 19 Jahren hat sie mit Herz, Kreativität, Geduld und Engagement den Fritigstreff durch alle Höhen und Tiefen geführt. Viele Kinder aus zahlreichen Familien durfte sie in dieser Zeit begleiten und dabei zusehen, wie die Kinder herangewachsen sind. Heidi Heule freut sich, dass es mit dem Kindergottesdienst nach den Herbstferien weitergehen wird. Mit der Jugendarbeiterin Sharon Wicki hat die Kirchgemeinde eine kompetente Nachfolgerin gefunden.

Am Samstag, 13. September, fand in der Kirche in Diepoldsau eine Crossoverfiir zum Thema «Seelenfutter» statt. Unter der musikalischen Leitung von Karin Fend gestalteten der Frauenchor Widnau, der Projektchor Rebstein, der Männerchor Rebstein, Sängerin Claudia Loacker, Severin Fässler und Mathias Meusburger an der Percussion ein vielfältiges musikalisches Programm. Pfarrer Andreas Brändle ergänzte die musikalischen Beiträge mit Texten und Gedichten zum Thema.
Im Zentrum stand die Frage, was nicht nur den Körper, sondern auch die Seele nährt. Während der Mensch körperlich Nahrung in Form von Speisen benötigt, findet die Seele ihr «Futter» in der Natur, in der Liebe- und nicht zuletzt in der Musik.
So erklangen an diesem Abend Lieder wie Adiemus, Fever, All`s was bruchsch, Spirit of God oder With a little help from my friends. Den Anfang und stimmungsvollen Abschluss bildete das gemeinsame Lied Meine Seele sing, bei dem alle mit einstimmen konnten.
Die zahlreichen Besucher bedankten sich während und nach der Feier mit herzlichem Applaus bei den Interpretinnen und Interpreten.
Im Anschluss an die Feier erwartete die Gäste und Mitwirkenden im Kirchgemeindehaus ein von Kirchenwirtin Iris Graf vorbereiteter Apéro der Gelegenheit bot, den Abend in geselliger Runde ausklingen zu lassen.

Diakon Martin Nägele und Pfarrer Jens Mayer.

Beim Neugass-Treff am 10. September durften wir Jens Mayer, Pfarrer unserer Balgacher Partnergemeinde begrüssen. Unterstützt von seinen Eltern, die derzeit zu Besuch in Balgach sind, gab er spannende Einblicke in sein Leben.
Aufgewachsen ist er im deutschen Hagen/Westfalen wo er schon als Kind den Wunsch verspürte, Pfarrer zu werden. Dort lernte er mit 16 Jahren auch seine Jugendliebe und spätere Frau kennen. Er studierte Theologie in Bielefeld und verbrachte während des Studiums auch ein Jahr in Südafrika. Schon in der Studienzeit engagierte sich Jens 14 Jahre in der Kinder- und Jugendarbeit, unter anderem mit der Leitung von Kindergottesdiensten. Nach einem 2.5-jährigen Vikariat (das ist die praktische Ausbildung nach dem Studium) war es schwierig, in Deutschland eine Pfarrstelle zu finden, weshalb er sich auf Empfehlung in der Schweiz bewarb. Das war erfolgreich, somit trat er 2003 in St. Gallen-Grossacker seine erste Pfarrstelle an und wurde dort auch ordiniert. Wie er selbst sagt, ist er somit «Schweizer Pfarrer, deutscher Herkunft». Acht Jahre wirkte er in dieser Gemeinde, reduzierte nach 5 Jahren sein Pensum auf 50 Prozent und übernahm in der restlichen Zeit Aufgaben als kardinalkirchlicher Beauftragter für Ökumene, Mission, Entwicklungszusammenarbeit und interreligiösen Dialog. So organisierte er unter anderem zwei Mal den Bodenseekirchentag mit bis zu 6000 Besuchenden und holte die Weltmission von Mission 21 nach St. Gallen.
Dann wollte er sich verändern. So bewarb er sich im Team mit Ursula Lee auf die Pfarrstelle in Balgach. Vor 14 Jahren stand für Jens Mayer und seiner Frau Kerstin mit den drei gemeinsamen Kindern der Umzug von St. Gallen nach Balgach an. Zuerst betreute er die Pfarrstelle im Team mit Ursula Lee, inzwischen ist daraus ein Pensum von 100 Prozent geworden.
Auch privat ist Jens Mayer vielseitig aktiv: In der 3. Liga der Ostschweiz spielt er als ältester Handballspieler, besitzt über 500 Gesellschaftsspiele, ist leidenschaftlicher Wanderer und liebt besonders Schweden.
2014 wanderte er gemeinsam mit seinem Vater von Schweden nach Balgach – eine Reise von 2100 Kilometern in 3 Monaten und 3 Tagen. Im Schnitt wurden täglich 26 Kilometer zurückgelegt. Übernachtet wurde im Zelt, das Gepäck auf dem Rücken immer dabei. Diese gemeinsame Erfahrung und verbrachte Zeit mit dem Vater bezeichnet Jens Mayer als sehr wertvoll und kostbar.
Wer Pfarrer Mayer kennt, weiss, dass er für jeden Spass zu haben ist. So gestaltet er auch mal ungewöhnliche Gottesdienste und zieht seit nunmehr sieben Jahren als Sternsinger durchs Balgacher Ried, um Spenden zu sammeln.
Zum Abschluss betonte Jens Mayer, wie dankbar er ist, in der Schweiz und besonders in Balgach als Pfarrer wirken zu dürfen.

Riesige Mengen des «weissen Goldes» in den Schweizer Salinen.

81 Seniorinnen und Senioren aus unseren drei Dörfern fuhren am 3. September unter der Leitung von Marcel Wildi, Andreas Brändle und Martin Nägele bei idealem Wetter in den Aargauer Jura. Sie bewunderten den mit rund 800 Jahren ältesten und mit 11m Umfang grössten Baum des Kantons, die Linner Linde.
Zum Zmittag gab’s im Güggeli Sternen in Bözberg eine feine Pouletbrust. Am Nachmittag staunten sie in den Salinen von Pratteln bzw. Rheinfelden, wie unser Schweizer Salz aus dem Boden geholt und verarbeitet wird, bis es in der Küche oder im Winter zum Auftauen auf den Strassen gebraucht werden kann, 600'000 Tonnen jedes Jahr. Eine Fahrt entlang dem Rhein und der Znacht unter alten Kastanienbäumen im Restaurant Kreuz in Kaiserstuhl rundete den eindrücklichen Tag ab.
(Text und Fotos: Pfr. Marcel Wildi)