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Regiogottesdienst unter der grossen Buche in Widnau

Der diesjährige Regiogottesdienst der evangelischen Kirchen im Mittelrheintal fand am Sonntag, 14. Juni, unter der mächtigen Buche bei der Widnauer Kapelle statt. Bei schönem, wenn auch etwas windigem Wetter versammelten sich rund 100 Gäste aus Diepoldsau-Widnau-Kriessern, sowie aus den Nachbargemeinden Balgach und Berneck-Au-Heerbrugg, um gemeinsam Gottesdienst zu feiern.
Im Mittelpunkt stand das Thema «Bäume in der Bibel und ihre Geschichten». Pfarrerin Edina Oláh, Pfarrer Marcel Wildi und Pfarrer Jens Mayer nahmen in ihren Kurzpredigten auf vielfältige Weise Bezug drauf.

Pfarrer Wildi nahm die Gäste in seiner Predigt mit zur Begegnung des Richters Gideon mit dem Engel. Er wird unter einer Eiche durch einen Engel von Gott gerufen, obwohl er sich klein und unsicher fühlt. Der Engel spricht ihm Mut zu und erinnert ihn daran, dass Gott ihn stärkt und begleitet in seiner Aufgabe, die er ihm überträgt.
Pfarrer Mayer erzählte die Fabel Jotans aus dem Buch der Richter. In dieser Fabel suchen die Bäume nach einem König und wenden sich schliesslich an einen Dornenstrauch. Ihre Botschaft soll sein: Wenn schlechte Menschen Macht übernehmen, bringt das Schaden; gute Leitung dagegen soll schützen und dienen.
Pfarrerin Oláh zeigte an einem Text aus dem Propheten Jeremia auf, wie ähnlich sich Baum und Mensch sind: Beide beginnen klein, müssen wachsen und brauchen Pflege und Platz. Beide entwickeln sich auf eigene Weise. Jeder Mensch ist einmalig, wie auch jeder Baum einmalig ist. Diese Entwicklung gelingt den Bäumen, wenn sie nahe am Waser stehen, den Menschen, wenn sie mit Jesus Christus verbunden sind.

Gemeinsam wurde auch das Abendmahl gefeiert. Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Flötenensemble Widnau (Instrumente aus Bäumen) und von Lisa Schachtschneider am Piano mitgestaltet.

Nach dem Gottesdienst waren die Gäste zu einer feinen Bratwurst vom Grill eingeladen, zubereitet von Basil Waibel von Metzgerei Waibel aus Widnau. Zum Dessert gab es Kaffee und Nussgipfel. In geselliger Runde konnten so interessante Gespräche über die Grenze der eigenen Kirchgemeinde hinaus geführt werden.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Helfenden, die zum Gelingen dieses Gottesdienstes beigetragen haben.