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Referentin Dr. Elham Manea und Initiant Karl Knecht
Pfarrer Urs Dohrmann moderierte die Diskussion.
Das Interesse am Referat war gross.

«Die vielen Gesichter des Islam» – Unter diesem Titel hielt Dr. Elham Manea, Bern, am Freitag, 6. März, im evangelischen Kirchgemeindehaus Widnau einen Vortrag, der auf der folgenden Kernaussage beruht: «Die Menschen haben begonnen, ihre Vielfalt zu vergessen, und haben sich die Auffassung zu eigen gemacht, es gebe nur eine Auslegung des Islam – die der Islamisten. Aber der Islam ist vielfältig.»

Rund 60 Personen besuchten diesen Anlass, der auf Initiative von Karl Knecht, dem Leiter der Bücherrunde, organisiert wurde. In der Diskussion wurde klar, dass heute – wie in früheren Jahrhunderten – wieder der konservative Reflex, Religion für eigene politische Ziele zu instrumentalisieren, auf dem Vormarsch ist. Das gilt nicht nur für den Islam, sondern auch für das Christentum. Man denke an Trump (USA) und Bolsonaro (Brasilien), die ihre Ideologie evangelikal unterfüttern, so wie Orban in Ungarn, der von einem christlich-konservativen, autoritären Staat träumt, oder die katholisch-konservative Regierung Polens, die demokratische Rechte und die Gewaltentrennung zugunsten einer straffen zentralistischen Führung einschränkt.

Ähnliche Verhältnisse herrschen in Putins Russland, welche die russisch-orthodoxe Kirche für sich vereinnahmt, in Indien (Hindu-Nationalismus) und in Burma, wo radikalisierte Buddhisten fast eine Million muslimischer Rohingyas getötet und vertrieben haben. Ob muslimisch, christlich, hinduistisch, buddhistisch oder in weiteren religiösen Prägungen: Gemeinsam ist allen autoritären Regimen, die sich auf eine Religion berufen, die Missachtung der Meinungsfreiheit, die Herabsetzung anderer Kulturen, Meinungen, Milieus – sowie der Frauen. Aus dieser «Flughöhe» betrachtet ist es also auch falsch, den Islam nur auf eine arrogante, gewalttätige Haltung zu reduzieren. Islam und Islamismus sind also so verschieden wie das Christentum und der brutale Evangelikalismus Bolsonaros, der Andersdenkene öffentlich diskriminiert und gewaltsam wertvolle Urwaldflächen im Amazonasgebiet abholzen lässt.

Dr. Elham Manea ist Privatdozentin am Institut für Politikwissenschaft der Universität Zürich. Sie lehrt und forscht in den Bereichen: Rechtspluralismus, politischer Islam und Radikalisierung, Gender und Politik im arabischen Raum sowie Politik der arabischen Halbinsel mit Spezialgebiet Jemen. Sie ist auch Menschrechtsaktivistin und Beraterin von staatlichen, Nichtregierungs- und internationale Organisationen zu den Themen Frauenrechte, Religion und Entwicklung.

Nebst ihren akademischen Beiträgen hat Dr. Elham Manea als Schriftstellerin mehrere Sachbücher und Romane veröffentlicht. Ihr Anliegen ist es, das Verhältnis von Islam und westlicher Moderne offen zu diskutieren und auf diese Weise als Teil einer grösseren liberalen islamischen Bewegung zu einem «offenen und zeitgemässen Islam» beizutragen.

Eine kleine Gruppe von Frauen mit zwei Jugendlichen hat – zusammen mit dem Krippenbaumeister Franz Sauer - eine Installation gestaltet, um den verglasten Vorraum der Kapelle  nicht nur Weihnachten mit der Krippe zu "bespielen", sondern das ganze Jahr: als Bibel-Fenster. Hier einige Impressionen aus dem Entstehungsprozess:

Pfarrerin Silke Dohrmann hatte immer mit Bedauern am Dreikönigstag Abschied genommen von den Figuren, die im Keller ruhten und auf die nächste Adventszeit warten mussten. Ihre Idee war es zunächst gewesen, einen Osterweg zu gestalten in der Passionszeit. Denn viele Familien, Spaziergänger und Schulkinder kommen an der Kapelle vorbei und schauen hinein, wenn das Fenster gestaltet ist.

Sie fand zwei begeisterte Frauen. Sonja Grossenbacher hatte einen Puppen-Kurs gemacht, Lelia Erra hatte bereits eine Krippe für daheim gebaut und sie stellte den Kontakt zum Fachmann her und brachte Kian und Lavinia mit.

Innerhalb eines Monats entstanden daraufhin in der Werkstatt von Franz Sauer in Hohenems ein Haus, ein Treppenaufgang, ein Turm, ein «Berg», das Grab Jesu, (an Ostern ist es leer!), ein Brunnen, zwei Bänke und ein Tisch - und ein Boot mit Rudern.

Innerhalb von acht Abenden ist diese Mammutarbeit geleistet worden mit Begeisterung, kreativen Ideen und theologischer Freude sowie einem grossen Zeiteinsatz der Teilnehmerinnen. Die perfekt eingerichtete Werkstatt von Franz mit seiner langjährigen Erfahrung mit dem Krippenbau war der ideale Raum, in dem die Ideen und Träume sich entwickeln durften und Gestalt annahmen. Schon lange hatte er sich gewünscht, einmal eine Osterkrippe zu gestalten. Jetzt ist eine Installation entstanden für alle kirchlichen Feste und für bekannte und weniger geläufige Erzählungen aus dem Alten und Neuen Testament.  Diese Installation ist sein grösstes Projekt, alle Gebäude, und Objekte sind an die Grösse der vorhandenen Spielfiguren angepasst (45cm).

Jetzt können viele biblische Geschichten dargestellt werden mit den Egli-Figuren.

Ein erwachsener Jesus musste noch dazu kommen und noch weitere Figuren, die man mit wechselnden Rollen und Kleidung platzieren kann.

Es ist geplant, dass die Darstellung der Szene jeweils durch einen Text ergänzt wird, so dass Eltern ihren Kindern die Geschichte vorlesen können.

Die Einweihung des Bibelfensters findet am 15.März 2020 statt im Familiengottesdienst um 9.30 Uhr mit Pfarrerin Silke Dohrmann, Katechetin Heidi Heule und der Religionsklasse 3 und den Krippenbauern. Musik: Karin Fend.

Alle Gebäude und Objekte werden diesem Tag in der Kapelle zu bestaunen sein.

Die erste Szene stellt Jesus dar im Garten Gethsemane zwischen dem Abendmahl und seiner Verurteilung. Seine Jünger schlafen, während er betet.

Die Religionsklasse 3 mit Heidi Heule wird diese Geschichte szenisch bearbeiten.

Am Sonntag, 23. Februar, bereicherten die Kinder und Leiterinnen des Fritigstreffs den Familiengottesdienst, der von Pfarrer Andreas Brändle gehalten und von der Organistin/Pianistin Karin Fend musikalisch geleitet wurde. Eine von den Fritigstreff-Kindern gespielte Geschichte führte ins Thema «Gottesbilder» ein: Ein Vogel befragt verschiedene Tiere, wie sie sich Gott vorstellten. Jedes Tier nennt Eigenschaften, die es selbst auszeichnen. Für die Katze ist Gott flink, für den Wal mächtig und die Ameise ist überzeugt, dass Gott ein fleissiger Erbauer ist. Dass jedes Lebewesen einen eigenen Zugang zu Gott hat, zeigte sich auch im anschliessenden kleinen Workshop, beri dem alle Kirchenbesucher ihre Vorstellung von Gott auf einen Zettel schreiben oder zeichnen konnte. An der Pinwand zeigte sich, wie vielfältig Gott in den Vorstellungen von Menschen ist: mächtig, gütig, kreativ, präsent... Am Schluss des Gottesdienste dankte Kirchgemeindepräsident Thomas Widmer im Namen der Kirchenvorsteherschaft Bärbel Kuster für ihren jahrelangen Einsatz beim Kirchenkaffee und dem Fritigstreff-Team unter der Leitung von Heidi Heule für sein Engagement für die Kinder, die Woche für Woche einen abwechslungsreichen Kindergottesdienst erleben dürfen.

Der Fasnachtsgottesdienst-Flyer

«Geist macht heil, Geist ist geil!»

Die sehr einprägsame und unsägliche Werbung für den Geiz gab der Anstoss für das Motto des Fasnachtsgottesdienstes in Berneck: GEIST ist GEIL! Der gleichnamige Rap wurde am Samstag, 22, Februar, in der evagnelischen Kirche Berneck von Felix Indermaur und Pfarrerin Silke Dohrmann getextet und auf die Kanzel gebracht. «Dabei ist geil nicht unanständig und furchtbar, schon gerade nicht im Zusammenhang mit Gott; Geil heisst üppig wachsend und fruchtbar», so der Weinbauer Felix Indermaur.

Die Fasnachts-Predigt wurde mit bekannten Liedern untermalt: «Schön ist es, auf der Welt zu sein» und «Im Aargau sind zwei Liebi». Mit dem Schlager «Mit sechsundsechzig Jahren, da fängt das Leben an!» - reagierten die beiden als «Grosseltern» Auftretenden etwas irritiert darauf, jetzt schon zum Seniorennachmittag eingeladen zu werden und dabei noch so viel aktiv beitragen zu können. Viele Anstösse im alltäglichen Leben wurden aufgegriffen und geistlich fruchtbar gemacht.

Die Bernecker Guggensuuser haben dieses bunte Treiben der beiden pfiffig gewandeten Grosseltern mit schrillen und leisen Tönen unterstützt und die zum Teil verkleideten Besucher von den Bänken geholt, hinein in den Rhythmus , «wo jeder mitmuss».

Ein Besucher wünschte sich im Anschluss, doch einmal öfter auf diese Weise Predigten erleben zu können. Fasnacht ist schon einmalig, aber den Witz – bei alle allem ernsthaften Engagement - brauchen die Kirchgemeinden das ganze Jahr!

PS: Es wird erzählt, dass die Guggesuuser am Abend noch weitergerappt  hätten.

Pfrn. Silke Dohrmann


Neues Glaubensbekenntnis: Geist ist geil!

Geist ist geil –            macht mich heil 

Geist ist da –              uns so nah

Geist tut gut –      macht mir Mut

Geist ist Kraft –         die Neues schafft

Geist erfrischt -         wo`s nötig ist

Geist ist wahr –         unfassbar

Geist wirkt still – wo er will

Geist befreit –            der Raum wird weit

Geist macht frei –      wirklich frei

Geist gibt Rat –         zu guter Tat

Geist bleibt jung –    hält im Schwung

Geist ist Leben -        zum Weitergeben

Geist ist Lieben –      in allen Trieben

Geist, der hält –         die ganze Welt

Geist macht heil -      Geist ist geil !

Text: Felix Indermaur und Silke Dohrmann 2020

Frauenverein hat bereits sechs neue Mitglieder im laufenden Jahr

Am Valentinstag begrüsste die Präsidentin des Gemeinnützigen Frauenvereins Diepoldsau, Irma Kehl, 71 Mitglieder und Gäste im Kirchgemeindehaus.

Speziell willkommen hiess sie Vertreterinnen und Vertreter von Partnerorganisationen, so auch Thomas Widmer, Präsident der Kirchenvorsteherschaft, sowie Jeannette Lapp Bösch vom SGF Dachverband Schweizerischer Gemeinnütziger Frauen. Erfreulich ist, dass sich 2019 neun und in diesem Jahr bereits sechs neue Mitglieder dem gemeinnützigen Frauenverein angeschlossen haben.

Die Traktanden wurden zügig erledigt und wo nötig einstimmig gutgeheissen. Leider musste sich der Verein von drei Mitgliedern verabschieden. Im Jahresbericht blickte die Präsidentin auf ein ereignisreiches Jahr zurück, wie zum Beispiel auf die zwei Knöpflizmittage, das Bewirten der «Schupferen» mit Kaffee und Kuchen, die Kafitreffs im Winter und den Vereinsabend im sommerlichen September. Nicht zu vergessen der Ausflug zur Goba in Gonten und der «Frauezmorgä» im November mit dem Vortrag von Yves Störri über sein Hilfsprojekt «Mauern fürs Leben» in Brasilien.

Käthi Witschi gab einen Rück- und Ausblick auf das von ihr initiierte «cara»-Programm, welches das Angebot des Frauenvereins bereichert. Erwähnenswert ist der diesjährige Besuch der Freilichtaufführung «Anna Göldi» in Rüthi sowie das Konzert im KKL im November. Jeannette Lapp-Bösch informierte über das Solidaritätsnetz Ostschweiz. Pfarrer Andreas Brändle ersuchte um Mithilfe beim Weltgebetstag.

Zum Schluss dankte Irma Kehl allen Teilnehmenden und Mithelfenden, den Mitgliedern, der Katholischen Frauengemeinschaft, dem Bäuerinnen- und Landfrauenverein und der Kirchenvorsteherschaft, für die gute Zusammenarbeit. Als «Valentin» dankte Pfarrer Andreas Brändle jedem Vorstandsmitglied und Käthi Witschi für ihre wertvolle Arbeit mit einem  Blumenstrauss. Im Namen des Vorstandes dankte Nadja Dennler der Präsidentin für ihr Engagement, das den Frauenverein auf die Erfolgsspur zurückgebracht hat.

Gestärkt durch ein herzhaftes Abendessen, lauschten die Frauen den Aufzeichnungen aus dem Leben der damaligen Frauenvereinsmitglieder aus dem Jahr 1927 sowie aus dem Leben der Rheintaler Frauen, lebendig im Diepoldsauer Dialekt nacherzählt von der bekannten Diepoldsauer Mundartautorin Bertha Thurnherr. Zum Abschluss fand ein Schoggiverkauf mit attraktiven Preisen statt, verbunden mit einem gemütlichen Ausklang. (pd/Der Rheintaler, Ausgabe vom 20. Februar 2020)

Am Sonntag, 26. Januar 2020, würdigten die Kirchbürgerinnen und Kirchbürger die grossen Verdienste der Kirchenmusikerin Birgitta Roggors-Müller, die per 1. Februar 2020 pensioniert wurde und somit ihren letzten offiziellen Einsatz in unserer Kirchgemeinde hatte.

«Die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Diepoldsau-Widnau-Kriessern empfand ich während über 20 Jahren als meine zweite Heimat», erzählt Birgitta Roggors-Müller. Seit dem 1. Oktober 1997 bereicherte sie mit ihrem glanzvollen Orgelspiel die Gottesdienste unserer Gemeinde. Später erweiterte sie ihr musikalisches Wirken und übernahm die Leitung des Evangelischen Kirchenchors Diepoldsau, den sie mit ansteckender Freude und grossem Einfühlungsvermögen leitete.

«Meine Arbeit in der Kirchgemeinde und mit dem Chor war von Harmonie geprägt», blickt Birgitta Roggors-Müller dankbar zurück. «Besonders geschätzt habe ich die grosse Freiheit in Bezug auf das Repertoire, das ich in die Gottesdienste einbringen konnte.»

Per Anfang Februar tritt die vielseitige, temperamentvolle Musikerin in den (Un-)Ruhestand und übernimmt in ihrer Wohnregion (Allgäu) eine neue Herausforderung.

Ganz verlieren werden wir Birgitta Roggors-Müller jedoch nicht, denn sie wird in Projekten des Evangelischen Kirchenchors, der unter der Leitung ihres Bruders Klaus Roggors steht, weiterhin zu sehen und zu hören sein.

Ihre Vielseitigkeit kommt in zahlreichen Engagements als Komponistin, Publizistin und psychotherapeutische Heilpraktikerin zum Ausdruck.

Die Kirchenvorsteherschaft dankt Birgitta Roggors-Müller für ihr segensreiches Wirken in unserer Kirchgemeinde von ganzem Herzen, wünscht ihr alles Gute und freut sich auf ein Wiedersehen bei Aufführungen des Evangelischen Kirchenchors Diepoldsau.

Am Samstag, 4. Januar 2020, weihte der Turnverein Widnau in der Turnhalle Wyden seine neue Fahne ein. Damit ist der Vereinigungsprozess der fünf bisherigen Dorfturnvereine zu einem einzigen Turnverein abgeschlossen. Unsere Kirchgemeinde wurde von Pfarrerin Silke Dohrmann vertreten. Gemeinsam mit Kaplan Georg Changeth und Imam Zekai Aydin wünschte sie dem Turnverein für die Zukunft alles Gute.

Zusammenwachsen und dennoch Verschiedenheit leben: Nach diesem Grundsatz haben sich die Dorfturnvereine zusammengerauft und einen gemeinsamen Turnverein gebildet, der nun mit 26 Riegen ein Angebot abdeckt, bei dem bestimmt niemand zu kurz kommt. Matthias Sieber, Präsident des Turnvereins Widnau, blickte auf die vergangenen Jahre des aufwendigen Fusionsprozesses zurück. Der daraus resultierende Synergiegewinn kommt jedem Einzelnen zugute. Es ist eine moderne Organisation entstanden, die Ressourcen spart und Vielfalt schafft.

Als Projektleiter erläuterte Max Müller den Werdegang der neuen Vereinsfahne, die in fröhlichem Gelb gehalten ist und einprägsame Symbole enthält, die auf Widnau, den Sport und die Gemeinschaft verweisen. Fahnengotte Gabi Gresser und Fahnengötti René Bognar freuten sich gemeinsam mit allen Anwesenden über das gelungene Werk.

Pfarrerin Silke Dohrmann, Kaplan Georg Changeth und Imam Zekai Aydin wünschten dem Verein mit Segenswünschen und Gebeten eine gute Zukunft. «Gemeinsam stehen wir hier, um euch den Segen Gottes weiterzugeben: Dass ihr mit eurer Arbeit neben sportlichen Erfolgen beitragt zu einem guten respektvollen Miteinander über alle Unterschiedlichkeiten hinweg und dass ihr dabei behütet und bewahrt bleibt an Leib und Seele» , so die Wünsche von Pfarrerin Silke Dohrmann. Sie ermunterte zu Fairness und zur Gelassenheit, auch verlieren zu können.

Zum Abschluss der Fahnenweihe, die mit beschwingten Stücken der Musikgesellschaft Konkordia bereichert wurde, überbrachten Maria Allenspach von der Sportunion Ostschweiz und Hubert Lehner vom St.Galler Turnverband die besten Grüsse.

Neu hinzugekommen: Die Lichtbilder des Fritigstreff-Weihnachsspiels von Katja Roelli, die zum Erzählen der Weihnachtsgeschichte projiziert wurden:


Die Bilder und Videos wurden an der Hauptprobe vom Freitag, 20. Dezember 2019, aufgenommen.

«Weihnachten fällt aus» so lautete der Titel des Fritigstreff-Weihnachtsspiels vom Sonntag, 22. Dezember 2019, in der evangelischen Kirche Diepoldsau. Ja, an Weihnachten kann so vieles schiefgehen. Fabrikant Brösmeli kann der Ladenbesitzerin keine Wiehnachtsguetzli liefern, weil der Backofen kaputt ist. Schoggiproduzent Süess ist ebenso ratlos: Seine Schoggichläuse haben dieses Jahr keine Lust auf Weihnachten und sind einfach verreist. Und der Papa von Tim und Lisa muss ausgerechnet über Weihnachten auf Geschäftsreise gehen. Beim Sportverein fällt die Weihnachtsfeier aus, weil der Leiter das Bein gebrochen hat. Und im Rheinpark sind die Gestelle leer, weil das Schiff aus China mit den vielen Geschenken nicht angekommen ist.

Ein Trost bleibt: Das Krippenspiel in der Kinderkirche findet statt. Und so verfolgen die Kinder und die Zuschauer die biblische Geschichte, in grossartigen Lichtbildern erzählt, mit. Nach dem Krippenspiel sind alle glücklich, dass das Wichtigste an Weihnachten trotz aller Widerwärtigkeiten geklappt hat: Die biblische Geschichte von der Geburt Jesu.

Die Fritigstreffleiterinnen Heidi Heule, Monika Frei, Katja Roelli und Jeannette Steiger haben mit den Kindern eine leichtfüssige Geschichte auf die Bühne gezaubert, auf der die kleinen Musiker, Erzähler und Schauspieler ihre Talente voll entfalten konnten, musikalisch behutsam begleitet von Kirchenmusikerin Karin Fend.

Ökumenischer Krabbelgottesdienst zu Weihnachten am 17. Dezember 2019: Für einmal fand der ökumenische Krabbelgottesdienst nicht in einer Kirche statt, sondern draussen. Wie Josef und  Maria mit dem Jesuskind war man unterwegs. Start war bei der evang. Kirche, dann ging es zum adventlich eingerichteten Tannenwäldli des Kindergartens Mitteldorf, Abschluss war dann in der evang. Kirche. Nachgespielt wurde die Weihnachtsgeschichte. Zum Schluss gab es wie immer im  Kirchgemeindehaus etwas feines zu Essen und zu Trinken. Pfr. Andreas Brändle

Am Samstag, 14. Dezember 2019, 17.30 Uhr, luden Pfarrerin Silke Dohrmann und Kirchenmusikerin Karin Fend mit der Crossover-Band in die evangelischen Kirche Diepoldsau zum Singgottesdienst «Träume» ein.

«I have a dream», sagte Martin Luther King 1963: Ich träume von einer besseren Welt! Träume gehören zur Adventszeit wie Kerzen und prophetische Texte. Lieder und Musikstücke und Texte aus unterschiedlichen Zeiten und Stilrichtungen werden beim Crossover-Gottesdienst lustvoll verbunden, in Beziehung miteinander gesetzt, dass jedes zum Leuchten kommt, eben «crossover». (Vorschautext von Pfarrerin Silke Dohrmann)

Träume von einer besseren Welt. Träume, persönliche Ziele zu erreichen. Und Gott, der uns hilft, diese Träume zu verwirklichen. Mit kurzen, inspirierenden Texten steckte Pfarrerin Silke Dohrmann dieses vielschichtige Thema ab. Als reizvollen Kontrast bot die Crossover-Band unter der Leitung von Karin Fend Instrumentals und Songs, unter anderem Ohrwürmer wie «I had a dream» von Abba und «Ich war noch niemals in Paris» von Udo Jürgens. Als besondere Perle erwies sich eine Eigenkomposition des Gitarristen Thomas Ruez. Die Gastmusiker Beni Krause (Bass), Philipp Keller (E-Gitarre) und die Sopranistin Nina Laubenthal bereicherten das musikalische Programm. Bei vielen Liedern konnten sich die Gottesdienstbesucher einbringen, und sie spendeten am Schluss des Gottesdienstes allen Mitwirkenden begeisterten Applaus. Anschliessend traf man sich beim Apéro im Kirchgemeindehaus, der einmal mehr liebevoll von Bärbel Kuster und ihrem Team hergerichtet wurde.

Crossover-Band (I had a Dream von Abba)
Kindertrio (Ich war noch niemals in Paris von Udo Jürgens)
Nina Laubenthal, Sopran solo

Am ökumenischen Diepoldsauer Adventsweg vom Mittwoch, 11. Dezember 2019, haben rund 35 Personen teilgenommen. Der Weg führte über die evangelische zur katholischen Kirche und schloss mit der evang.-methodistischen Kapelle ab. Bei jeder Station gab eine Weihnachtsgeschichte, Musik und Lieder und etwas zu Essen. Musikalisch begleitet von einem Ensemble des Musikvereins Diepoldsau. Pfr. Andreas Brändle

Am 1. Advent (Sonntag, 1. Dezember 2019) gestaltete Pfarrerin Silke Dohrmann gemeinsam mit Katechetin Cornelia Odermatt und ihrer 5. Religionsklasse einen Familiengottesdienst zum Thema "Hebed Sorg zu dem Planet, dass jeder sine Zuekunft gseht!" in der Kapelle Widnau. Wie das Bild zeigt, probten die FünftklässlerInnen mit Freude auf diesen Gottesdienst.

Die Crossover-Band begeisterte die Gottesdienstbesucher vom ersten bis zum letzten Ton.

Eine fulminante Mischung von unterschiedlichen Musikstilen begeisterte die Besucher des Crossover-Gottesdienstes in der reformierten Kapelle Widnau am Samstagabend, 9. November 2019. Beginnend mit «May the circle be unbroken» – mitreissend im Country- Stil gesungen vom Crossover- Chor, der Begleitung des Gemeindegesangs und Einstimmung ins Gebet durch das von Thomas Ruez komponierte Kyrie eleison konnte mit ruhigen und temperamentvollen Stücken die Spannung bis zum letzten Ton – nach der Zugabe – gehalten werden. Die Musik hatte die Führung bei dieser spirituellen Reise mit ihren unterschiedlichen Färbungen, Stimmungen und Tempi. Das Lied zum Träumen «Somewhere over the rainbow» wurde in einer Jazz-Version zu Gehör gebracht. Stilsicher und mit vielen Überraschungen führte Karin Fend die Band Crossover durch die Feier, zusammen mit Thomas Ruez, Voice und Guitar, Jonas Hutter, Percussion und dem Chor mit Aniela Brockmann, Carola Dörig, Ruth Eggenberger und Liane Weiss. Seit sieben Jahren besteht die vormalige Singo-Band, jetzt «Crossover». Unter der musikalischen Leitung von Karin Fend und den Texten von Pfarrerin Silke Dohrmann entstand in der Kapelle etwas sehr Lebensfrohes, Warmherziges und Visionäres. Die Besucher gingen anschliessend ins Kirchgemeindehaus, wo ein Apéro einlud zu weiteren Gesprächen, Kennenlernen und Austausch. Pfrn. Silke Dohrmann

Bilder: Yvonne Pfister, Kath. Pfarramt Kriessern

Am Sonntag, 27. Oktober 2019, feierten die Katholische und Evangelische Kirchgemeinde in der katholischen Kirche Kriessern einen zentralen ökumenischen Gottesdienst mit Bibelübergabe. Die Religionsschüler der 3., 4. und 5. Klasse gestalteten den Gottesdienst zusammen mit den Katechetinnen Heidi Heule und Yvonne Steiger. Sie spielten die Geschichte von Noahs Arche, und die 4.- und 5.-Klässler nahmen ihre Unterrichtsbibel in Empfang. Die Noah-Geschichte inspirierte zu Gedanken über die Klimaerwärmung und führte zum Appell, Sorge zur Erde zu tragen. Dieser Auftrag ist von Gott gegeben und in der Bibel niedergeschrieben. Ebenso wurde das Abendmahl nach reformiertem Ritus gefeiert. Pastoralassistentin Denise Canal, Pfarrerin Silke Dohrmann und Kirchenmusikerin Karin Fend gestalteten den Gottesdienst.

Zwölf ehemalige Konfirmandinnen und Konfirmanden erlebten vom Freitag 11., bis Sonntag, 13.Oktober 2019, ein tolles Wochenende in München. Besucht wurden das Konzentrationslager Dachau, die kulturell interessante Altstadt und natürlich das BMW-Museum sowie das Sealife. Wir wohnten im Christlichen Hotel CVJM in München und erlebten eine gute Gemeinschaft. Grossen Dank gilt auch den Begleitpersonen Carmen und Matthias Sonderegger sowie Ulrike Gamper.

Pfr. Andreas Brändle

Am Sonntag, 15. September, 9.30 Uhr, lud Pfarrer Andreas Brändle zu einem besonderen Bettagsgottesdienst in die evangelische Kirche Diepoldsau ein.

«Bettag ist kein kirchlicher Festtag, sondern wurde von der Eidgenossenschaft den Kirchen quasi verordnet – für mich Gelegenheit, über Politik und Kirche nachzudenken», so Pfarrer Andreas Brändle. Darum befragt er am Bettag jeweils Personen aus der Politik und ergründet ihre Motivation, sich für die Öffentlichkeit einzusetzen. Der diesjährige Interviewgast war Anders Stokholm, Stadtpräsident von Frauenfeld, ehemaliger Pfarrer und ein Studienkollege Brändles. Es wurde Abendmahl gefeiert. Der Kirchenchor unter der Leitung von Klaus Roggors umrahmte den Gottesdienst mit wohlkingendem Gesang.

Am Samstag, 14. September 2019, fand ein Interreligiöses Gebet statt - im Rahmen des Tages der Offenen Tür vom Begegnungszentrum Dorfplatz 1 in Diepoldsau.

Zekay Aydin, Imam aus Heerbrugg sprach ein Gebet auf arabisch aus dem Koran, Pfarrer Andreas Brändle begleitete auf der Gitarre die Übersetzung, Georg Changeth, katholischer Priester aus Indien Kerala, rezitierte einen Psalm auf Tamilisch, Diakon Bernd Bürgermeister segnete mit Weihrauch die Räumlichkeiten und gemeinsam wurde ein Unser Vater gesprochen.

Dieser Anlass wurde im Rahmen der ida – interreligiöse dialog- und aktionswoche St.Gallen durchgeführt. Gemeindepräsident Roland Wälter dankte allen die bei diesem Anlass mitgeholfen und mitgemacht hatten.

Am Sonntag, 8. September 2019, luden die Fritigstreff-Kinder gemeinsam mit dem Leiterteam und Pfarrer Andreas Brändle zu einem Gottesdienst zum Thema «Die Schöpfung als Geschenk» ein.

Mit Liedern und Texten feierten die Kinder in der stattlich gefüllten evangelischen Kirche Diepoldsau Gottes Schöpfung in vielen Facetten mit Liedern und einzeln vorgetragenen Texten. Bereichert wurde der Gottesdienst von einem Klarinettenstück, einem Gitarren-Klarinetten-Duett und einem Gitarrensolo – alles dargeboten von Fritigstreff-Kindern.

Einen besonderen Höhepunkt bildete das Verteilen selbst gefertigter schmucker Löwenzahn-Schirmchen an alle Kirchenbesucher. Pfarrer Andreas Brändle trat mit einer Sprechpuppe in einen amüsanten Dialog und staunte über die Kenntnisse seines spitzbübischen Gesprächspartners. Was es doch für witzige Namen für Löwenzahn gibt!

Aber auch die Bewahrung der Schöpfung vor Verschmutzung und Umweltzerstörung kam zur Sprache. So eilten alle Kinder – auch aus den Kirchenbänken – nach vorn, um ausgestreuten Müll aufzunehmen und sauber zu entsorgen.

Einmal mehr ist es dem Fritigstreff-Team (Heidi Heule, Monika Frei, Katja Roelli und Jeannette Steiger) gelungen, die Kinder auf inspirierende Art an ein grosses Thema heranzuführen – und sie aktiv daran beteiligen zu lassen. Mit seiner gewinnenden Art liess Pfarrer Andreas Brändle als Fast-Bauchredner und Gärtner sein schauspielerisches Talent schalkhaft aufblitzen.

Musikalisch setzte Karin Fend reizvolle Akzente und verlieh so der Feier weiteren Glanz. Es war ein wahrhaft packender Gottesdienst für Jung und Alt.

Am Samstag 7. September 2019, 17.30 Uhr, lud Pfarrerin Silke Dohrmann in die Kapelle Widnau zum regionalen Auftakt-Gottesdienst der Kirchgemeinden Berneck-Au-Heerbrugg, Balgach und Diepoldsau-Widnau-Kriessern ein.

Unter der umsichtigen und kreativen Leitung von Karin Fend gelangen zum Gottesdienst-Thema «Seite an Seite», das die Sterbebegleitung in den Mittelpunkt stellte, eindrückliche und berührende musikalische Darbietungen. Melissa Kehl verzauberte die zahlreich erschienenen Gottesdienstbesucher mit ihrem ausdrucksstarken Sopran. Ihr Gesangsschüler Daniel Leuthe zeigte in einem ergreifenden Song sein reifendes Talent. Der Frauenchor Widnau und ein eigens für diesen Gottesdienst zusammengestellter Projektchor legten wunderbare Klangteppiche aus, die durch die behutsame und dennoch selbstbewusste Perkussionsbegleitung von Matthias Meusburger eine solide Struktur erhielten.

Es war ein Anlass mit viel Musik und nachdenklichen, Mut machenden Texten. «Auch beim Abschiednehmen steht das Leben im Vordergrund, das verletzliche, schmerzhafte, unvollkommene Leben, das wir immer wieder in Momenten geniessen und feiern dürfen – bis zuletzt», so Pfarrerin Silke Dohrmann. Geschäftsleiterin Erika Ulmann stellte den Hospizdienst Rheintal vor, der Menschen in ihrer letzten Lebensphase und ihre Angehörigen begleitet. Ehrenamtliche Sterbebegleiterinnen und -begleiter trugen Texte vor – aus ihrer Arbeit, von ihren Hoffnungen und der Motivation für diesen anspruchsvollen Dienst am Nächsten tun.

Anschliessend trafen sich alle zum Apéro im Kirchgemeindehaus, einmal mehr liebevoll betreut von Iris Graf, Lilian Strasser und ihrem Team.

Am Samstag 31. August starteten über 40 Kinder und Eltern zum Familienausflug des Fritigstreff Diepoldsau nach Werdenberg. Nach einer kleinen Stärkung ging es los auf den Naturena-Erlebnisweg, der mit Spannung erwartet wurde. An verschiedenen Stationen konnten alle ihre Sinne und Geschicklichkeit erproben. Zurück am Startpunkt wurden die Familien vom grillfertigen Lagerfeuer erwartet. Dieses wurde rasch bestückt und Mitgebrachtes gemeinsam grilliert. So gestärkt genossen alle die abwechslungsreichen Spiele, an denen Gross und Klein mit viel Spass teilnahmen. Allzu schnell  verging der Nachmittag, den alle sehr genossen haben. Unser Fazit: Wiedermachen!!!

Ökumenische Diepoldsauer Wallfahrt nach Wettingen

Am Donnerstag, 29. August 2019, machte eine Gruppe aus rund 30 evangelischen und katholischen Christen aus Diepoldsau eine ökumenische Wallfahrt nach Wettingen. Das ehemalige Kloster wurde vonm „Exil-Diepoldsauer“ Kurt Gasser gezeigt. Mit seiner fachkundigen und leidenschaftlichen Art konnte er die Gruppe für die Klostergeschichte begeistern. Konstanze Hofer, Kirchenmusikerin aus Diepoldsau, gab ein wunderschönes Konzert auf der Klosterorgel und danach feierte die Gruppe mit Diakon Bernd Bürgermeister und Pfarrer Andreas Brändle einen ökumenischen Gottesdienst in der Klosterkirche. Mit vielen guten Eindrücken fuhr die Gruppe dann wieder zurück ins Rheintal.
Pfarrer Andreas Brändle


Bericht von Laura Schmiedeknecht

Ökumenische Diepoldsauer Wallfahrt nach Wettingen (AG)

So lautete die Einladung der beiden Pfarreien, also der Katholiken und der Protestanten von Diepoldsau. Wie ich so hörte, hat es einige davon abgehalten, an einer „Wallfahrt“ teilzunehmen und so waren es lediglich 29 Personen, die der Einladung folgten. Was haben diese Menschen aber alles verpasst, es war ein grossartiges, besonders  kulturelles Erlebnis.  Aber mal der Reihe nach.

Wettermässig sah es nicht gerade vielversprechend aus, als uns der sehr kundige Fahrer Meiri von Rheintal-Reisen Sieber am morgen durch die vielen Baustellen bei teilweise strömendem Regen steuerte und immer wieder Interessantes von der Gegend zu berichten wusste.

Wir kamen pünktlich bei inzwischen trockenem Wetter in Wettingen an, wo der uns Diepoldsauern  bekannte und aus unserem Dorf stammende Kurt Gasser (Metzger Gasser’s Kurt) herzlich begrüsste. Kurt war nach seinem Studium als Lehrer am Seminar und späteren Kantonsschule im ehemaligen Kloster Wettingen, bis zu seiner Pensionierung tätig  und kennt im wahrsten Sinne des Wortes jeden Stein und seine Geschichte in diesem ehemaligen Zisterziensterkloster.

Mit seiner Führung begann für mich die interessanteste Geschichtsstunde meines Lebens. Kurt verstand es, mit einer unglaublich ansteckenden Begeisterung uns durch die weitläufige charakteristische, hochmittelalterliche Zisterzienseranlage zu führen. Immer wieder wies er auf besondere Merkmale hin und machte so seine Ausführungen sehr lebendig und hochinteressant. Es war nicht nur eine Führung, bei der wir über die Geschichte des Klosters etwas zu hören bekamen, sondern er vermittelte einen sehr guten Einblick in verschiedenste Baustile. Wir wandelten durch Ehrfurcht einflössende Kreuzgänge, bestaunten wunderbar geschnitztes Chorgestühl, Stukkaturen, Fresken, Gewölbe, Höfe und herrliche Gärten. Kurt gab uns auch einen sehr ausführlichen  Einblick in die Kirchengeschichte und beschrieb die Heiligen oder Wappen der Äbte  und der „Gönnergalerie“ die uns überall von den Wänden ansahen. Kirchen und Kapellen mit viel Prunk gab es zu bestaunen, die durch all die Jahrhunderte immer wieder grosse Änderungen, besonders der Stilrichtungen, erfahren haben.  

Ich will gar nicht davon berichten, mit wie vielen Jahreszahlen Kurt aufwartete, aber da muss ich erst mal die Broschüre, die ich mitgenommen habe, nochmals genauer durchlesen. Jahreszahlen sind nämlich nicht so mein Ding, aber da war es sehr interessant zu hören, wann dann doch alles stattgefunden hat.

Weiters  geht die Geschichte vom Kloster damit, dass nach vielen wichtigen Veränderungen, 1841 dieses durch den aargauischen Grossen Rat aufgehoben und 1847 das kantonale Lehrerseminar in den Klostergebäuden eingerichtet wurde. 1976 wurde das Lehrerseminar schlussendlich in eine aargauische Kantonsschule umgewandelt, was bis zum heutigen Tag so ist.

Ich bin zutiefst beeindruckt, wie eine Kantonsschule in solch geschichtsträchtigen und wunderbaren Räumen, eine ganz besondere Aura ausstrahlt. Nicht zu vergleichen  mit den kalten Betonbauten unserer Zeit. Man kann aber auch sehen, dass die Schüler mit grossem Respekt ihre Schulstunden hier absolvieren und Schmierereien irgendwelcher Art sucht man vergebens.

Ich könnte noch stundenlang berichten, aber ich kann nur sagen, besuchen sie es selber mal und wenn eine Möglichkeit besteht, es sich von Kurt Gasser zeigen zu lassen, nutzen Sie es.

Mittlerweile schien die Sonne und wir hatten von der grossen Geschichtsstunde auch Hunger bekommen. Ein leckeres Essen im schattigen Restaurant „Sternen“ gab uns wieder Kraft und eine gute Möglichkeit, uns mit Mitmenschen aus dem Dorf, mit denen wir sonst nicht gerade ins Gespräch kommen, zu unterhalten. Auch das ist ein schöner Aspekt von so einer gemeinsamen Fahrt.

Nach dem Mittagessen kam ein weiterer Leckerbissen. Unsere Kirchenchor Organistin Konstanze Hofer lud uns mit ihrem brillanten Orgelspiel zu einem Ohrenschmaus ein, welcher den Aufenthalt in diesen Klostermauern noch bereicherte. Das  liess wirklich auch unsere Seelen dankbar in Schwingungen bringen.

Ganz zum Schluss haben unsere beiden geistlichen Begleiter, Pfarrer Andreas Brändle und Diakon Bernd Bürgermeister den so sehr eindrucksvollen Tag in Wettingen mit einem Ökumenischen Gottesdienst beendet. Ich glaube sagen zu dürfen, dass wir damit der Freude und Dankbarkeit des Erlebten von ganzem Herzen zum Ausdruck bringen konnten.

Aus den Schlussworten von Kurt Gasser konnte man heraushören, dass er sich von Herzen über diesen Diepoldsauer Besuch , unsere Begeisterung über das Erlebte, das Orgelkonzert und schliesslich über den anschliessenden Gottesdienst  gefreut hat.

So verabschiedeten wir uns von Kurt und Wettingen, liessen uns von unserem guten Busfahrer bei herrlichstem Wetter dem Zürich- und Walensee entlang der Heimat zu chauffieren, aber nicht ohne einen kleinen abendlichen Imbiss in Walenstadt.

Es war ein wunderschöner Tag und eine lang anhaltende Wohltat für alle Sinne.

Herzlichen Dank an alle, die dazu beigetragen haben.

Am Sonntag, 18. August, lud die Kirchgemeinde zum Feldgottesdienst auf den Bauernhof von Heinz und Carmen Nüesch im Krummensee. Das schöne Wetter und sicher auch das attraktive Programm zogen weit über 100 Gottesdienstbesucher an. Pfarrer Andreas Brändle taufte ein Kind und stellte die Diepoldsauer Konfirmanden vor, Katechet Rainer Reich die Konfirmanden aus Widnau und Kriessern. Diese Vorstellungen und die Predigt von Pfarrerin Silke Dohrmann stellten das Thema "Mut" in den Mittelpunkt. Priska Seitz, Larissa ... (Handorgeln) und Severin Fässler (Piano) sorgten für einen berührenden musikalischen Rahmen.

Einen besonderen Gottesdienst konnten die Besucher in Widnau am Sonntag, 30. Juni 2019, erleben: Der Musiker, Songwriter und Pfarrer John Francis predigte und sang in der evangelischen Kapelle. Seine Lieder haben die Kluft zwischen den Menschen zum Thema. Seine Stimme ist melodiös, zart und kraftvoll, wenn er singt: «There‘s a power!» Schon sein Äusseres macht die Leute neugierig. Er predigt im schwarzen kurzärmligen Hemd mit weissem Collar und Sandalen, seine Unterarm-Tatoos sind gut sichtbar.

John Francis wuchs als Sohn eines anglikanischen Pfarrerehepaares in einem alten Pfarrhaus auf, das schon im 18. Jahrhundert gebaut war: uralt in den USA. Seine Mutter ermahnte ihn, einen Raum nie zu betreten. Dort könne er sich verletzen. Seine Neugier zog ihn umso mehr zu dem verbotenen Ort. Es war der Keller, wo die flüchtenden Sklaven vor 150 Jahren ein Versteck fanden auf dem Weg zum sicheren Norden, wo sie die Freiheit erhofften. Im Keller «sah» das Kind die erschöpften Sklaven, wie sie sich unterhielten, wo der nächste sichere Punkt sein würde.

Dieser Keller war für ihn ein Ort des Schutzes, wo Gott seine Menschen gnädig bewahrt. Es war auch der Ort, wo er lernte: Wichtige Dinge geschehen im Widerstand. Es war verboten, entlaufene Sklaven zu beherbergen. In dem Keller, erzählte er in der Predigt, wuchs sein Gespür für Mitmenschlichkeit und Barmherzigkeit. Und so wie Jesus an manchen Orten fortgeschickt wurde, so ergeht es vielen Menschen. «Die Füchse haben Höhlen, aber des Menschen Sohn hat keinen Platz, sein Haupt niederzulegen.» Lukas 9. Die Heimatlosen und die Armen sind auf Mitgefühl und Solidarität angewiesen. Wer sie aufnimmt, nimmt auch Jesus auf.

Im Kirchgemeindehaus gab es nach dem liebevoll zubereiteten Apéro eine Diskussionsrunde mit Pfr. Urs Dohrmann als Übersetzer über die Aufgabe der Kirchen in den USA in dieser politisch herausfordernden Situation mit dem derzeitigen Präsidenten. Die Amerikaner sind noch wie unter Schock, «als ob ein Pferd durch ein Spital galoppiert – wie ist es bloss in den 6. Stock gekommen?» Einige der Kollegen von John Francis seien zurzeit von Inhaftierung bedroht, weil sie Flüchtenden an der Grenze Wasser und Essen gegeben haben. Die Gefahr von nationalistischem Gedankengut gebe es aber auch in Europa, wie Gäste aus Österreich und Italien bemerkten. Mit «We shall overcome» endete dieser inspirierende Vormittag.

Pfarrerin Silke Dohrmann

Rund 95 Personen nahmen am Vätertag 2019 teil. Väter mit ihren Söhnen und Töchtern konnten vom 28. bis 30. Juni ein schöne Zeit auf einer Wiese beim Alten Rhein verbringen. Bei Spiel, Sport und Spass, T-Shirt malen, Schiffli-Rennen, Himmelslaternen, und einem Wort zum Sonntag zum Thema Vertrauen, einem Zorro-Wettbewerb, Gesprächen am Lagerfeuer, toller Musik, und natürlich schönem Wetter verging die Zeit im Nu! Ein grosses Dankeschön dem OK: Thomas Kobler, Markus Weiss, Murat Rentzmann, Manfred Steiger und Ernst Baumann. 

Ein Platz, der zur Begegnung lädt

Diepoldsau Die neu gestaltete Umgebung vor der evangelischen Kirche bot am Sonntag Gelegenheit für vielfältige Begegnungen – auch mit der Architektur von Heinz Müller.

Die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Diepoldsau-Widnau-Kriessern lud gemeinsam mit den Schwestergemeinden Balgach und Berneck-Au-Heerbrugg zum Regio-Gottesdienst und nutzte die Gelegenheit, der Öffentlichkeit die neu gestaltete Umgebung vor Kirche und Kirchgemeindehaus zu präsentieren. Über 200 Gäste kamen und liessen sich vom Pfarrteam – Andreas Brändle (Diepoldsau), Ursula Lee (Balgach) und Roland Kasper (Berneck-Au-Heerbrugg) – zum Thema «Begegnungen» inspirieren. Musikalisch bereichert wurde der Gottesdienst vom Evangelischen Kirchenchor Diepoldsau unter der Leitung von Klaus Roggors. Für ein eindrückliches Schlussspiel sorgte für einmal der Musikverein Diepoldsau-Schmitter, der vor der Kirche mit klangvollen Melodien in die Einweihungsfeier überleitete. Patrick Weder, Vizepräsident und Leiter Ressort Bau Diepoldsau der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Diepoldsau-Widnau-Kriessern, liess die Bauphase prägnant Revue passieren und dankte allen Beteiligten für die engagierte Mitwirkung. Als einer der Hauptorganisatoren des Anlasses lobte er das engagierte Mitwirken der Freiwilligen bei der Vorbereitung und Bewirtung. Ein schönes Zeichen dafür waren die zahlreichen Flaggen, die auf Initiative der Kivo-Mitglieder Monika Frei und Katja Roelli entstanden, kreativ gestaltet von Fritigstreff-Kindern, Religionsschulklassen, dem Bibelgesprächskreis, der Kivo und weiteren in der Kirchgemeinde aktiven Gruppen.

Sorgfältig inszenierte Architektur Besonders würdigte Patrick Weder den von Architekt Heinz Müller gestalteten Brunnen und Velounterstand, die der neuen Umgebung ein unverkennbares Gesicht verleihen. «Der neue Brunnen aus Bündner Granit steht mit dem Kirchenbau achtsam in Beziehung und besticht mit seine einzigartigen Form. Die dreieckige Wasserfläche bezieht sich auf die Trinität in der christlichen Lehre.» Auch der Velounterstand mit seinem frei ausladenden Dach und nur einer Stütze im Zentrum überzeuge: «Das ästhetisch und statisch anspruchsvolle Objekt fügt sich unaufdringlich in das bestehende Ensemble von Pfarr- und Kirchgemeindehaus ein.» Der Diepoldsauer Gemeindepräsident Roland Wälter dankte der Kirchgemeinde für die gute Zusammenarbeit bei der Neugestaltung der Kirchstrasse, die nun Kirchgemeindehaus-Vorplatz und Kirchplatz vereint. Die Gäste genossen ihre Begegnungen mit St.Galler Bratwurst, indischen Köstlichkeiten, kühlen Getränken, Kaffee, Magenbrot und Softice. Und die «Hüpfkirche» lockte Junge und Junggebliebene zum Rutschen, Tollen und Austoben.

Die Konfirmandinnen und Konfirmanden von Widnau-Kriessern, nach dem Gottesdienst vom Sonntag, 16. Juni 2019. 3. von links: Pfr. Urs Dohrmann. Ganz rechts: Katrechet Rainer Reich.

17 evangelische Jugendliche aus Widnau und Kriessern wurden am Sonntag, 16. Juni 2019, in der Diepoldsauer Kirche konfirmiert. Die Konfirmandinnen und Konfirmanden hat im vergangenen Jahr Rainer Reich aus Au betreut. Der von den Jugendlichen mitgestaltete Gottesdienst hatte das Thema „Zuversicht“. Die Feier wurde begleitet von der Band "Crossover" unter der Leitung von Karin Fend aus Altach, die Predigt hielt Pfarrer Urs Dohrmann.

Konfirmandinnen und Konfirmanden Widnau Kriessern 2019

1 Baumgartner Matti
2 Büchel Kate
3 De Lucia Giulia
4 Dietrich Reto
5 Eugster Sabrina
6 Fiorini Matthia
7 Frei Elija
8 Färber Amanda
9 Geiger Ramon
10 Göbel  Charlotte
11 Halter Svenja
12 Henn Leandro
13 Heule Flavia
14 Hämmerle Miro
15 Loher Tim
16 Steiger Lara
17 Tarnutzer Nico

Ab August 2019 tritt Alexandra Steiger, seit 2011 in unserer Kirchgemeinde tätig und seit 2012 Ressortleiterin Kinder und Jugend Widnau, eine Ausbildung als Fachfrau Betreuung Kind EFZ an. Die theoretische Ausbildung geniesst sie im Custerhof in Rheineck, die praktische Ausbildung in unserer Kirchgemeinde. Aus gesetzlichen Gründen muss Alexandra auf Ende Juli 2019 aus der Kirchenvorsteherschaft zurücktreten. Wir werden Alexandra eng begleiten und wünschen ihr alles Gute!


Ausbildungsverantwortliche für Alexandra Steiger ist Manuela Fiorini, Diplomierte Sozialpädagogin, Ausbildnerin und seit Anfang 2019 in der Kirchenvorsteherschaft für Erwachsenenbildung zuständig.

Die Nachfolge von Alexandra Steiger übernimmt Monika Frei,Ressortleiterin Kinder und Jugend Diepoldsau. Ab Anfang August 2019 übernimmt sie dieses Ressort für die ganze Kirchgemeinde.

Wir danken allen Beteiligten für ihren Einsatz und wünschen ihnen in ihren neuen Funktionen alles Gute! Die Kirchenvorsteherschaft

Nach dem Pfingstgottesdienst in zehn Sprachen – Züridütsch, Tippilzouarisch, Ostfreesk Platt, Latein und Hebräisch, Italienisch, Schwedisch, Vorarlbergisch und der Predigttext auf Amharisch (Äthiopien) – feierten die Widnauer Reformierten am Sonntag, 9. Juni 2019, ein «Fest der Völker» mit Speisen, zubereitet vom Kafi mitenand, dem Treffpunkt für Asylsuchende und Einheimische. Vegispiesse und Gegrilltes, asiatisches Curry, norddeutscher Kartoffelsalat , Ingera (äthiopische Hefefladen), Schwarzwälder Kirschtorte, Salate und Saucen mundeten den vielen Gästen und Kindern. Es war ein entspannter, freundlicher Familientag unter der grossen Buche und im Kirchgemeindehaus. Pfarrer Urs Dohrmann

Die Widnauer Reformierten feierten ein «Fest der Völker» mit Speisen, zubereitet vom Kafi mitenand, dem Treffpunkt für Asylsuchende und Einheimische.

Zukunftsträume

Am Pfingstwochenende fanden in der Kirche Diepoldsau die Konfirmationen statt statt. 12 Jugendliche wurden am Samstag konfirmiert:Chiara Baumann, Jan Baumgartner, Gian Christoffel, Jana Enz, Lisa Hintermann, Hanna Kuster, Denja Lambert, Gian-Marco Lamprecht, Mario Lüchinger, Timo Mörgeli, Kevin Schmid, Jana Zellweger. 14 Jugendliche wurden am Sonntag konfirmiert: Simon Andres, Joyce Baumann, Fiona D Agostino, Kai Dörig, Dylan Hauser, Noah Hauser, Alina Nüesch, Damian Nüesch, Gabriel Probst, Stephanie Sonderegger, Michael Weder, Philipp Weder, Tim Weder, Anja Zellweger. Das Thema des Gottesdienstes hiess Zukunftsträume. Geleitet wurde Gottesdienst von Pfarrer Andreas Brändle und den beiden Katechetinnen Ulrike Gamper und Cornelia Odermatt. Für eine würdige, moderne musikalische Begleitung sorgte die Kirchenband „Crossover“ unter der Leitung von Karin Fend. Der Musikverein Diepoldsau empfing die Frischkonfirmierten mit einem Ständchen vor der Kirche.

Konfirmation Samstag
Konfirmation Sonntag

Am Samstag, 18. Mai, 20 Uhr, lud Pfarrerin Silke Dohrmann in die evangelische Kapelle zum Vollmond-Gottesdienst ein. Mit stimmigen Texten und Zitaten zeigte sie verschiedenste Facetten zum Mond – und unsere Beziehung zu ihm, so zum Beispiel auch mit einer Strophe aus dem bekannten Lied «Der Mond ist aufgegangen» von Matthias Claudius, vermutlich gedichtet im Jahr 1778:

Seht ihr den Mond dort stehen,
er ist nur halb zu sehen
und ist doch rund und schön.
So sind wohl manche Sachen,
die wir getrost belachen,
weil unsre Augen sie nicht seh'n.

Kirchenmusikerin Karin Fend führte am Piano und an der Orgel mit Liedbegleitungen und konzertanter Musik durch den Gottesdienst. Ergreifend ihr Solo «Space Oddity» von David Bowie auf dem E-Piano. Mit strahlendem Tenor und kraftvollem Violinspiel beglückte Lukas Diblik die Gemeinde. Bewegend waren auch die tänzerischen Einlagen von Monika Mayer, die zur grossen Freude der Besucherinnen und Besucher fünfrappengrosse Möndchen auf die Handfläche legte. Anschliessend führte sie die Gemeinde ins Freie, wo unter der mächtigen Buche zwischen Kapelle und Kirchgemeindehaus Abschluss und Segen gefeiert wurde, bevor man zum gemütlichen Apéro schritt.

Am Freitag, 17. Mai 2019, 19.30 Uhr, feierten Jugendliche im evangelischen Kirchgemeindehaus Diepoldsau gemeinsam mit Alexandra Steiger, Ressort Kinder & Jugend der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Diepoldsau-Widnau-Kriessern, und Pfarrer Andreas Brändle den ersten Jugendgottesdienst "Voll Fresh" - mit Andacht, Gebet, Musik und anschliessender Party. Diese Premiere ist rundum gelungen!

Dieses Video wurde im Vorfeld des Jugendgottesdienstes VOLL FRESH aufgenommen und zeigt das Thema des Gottesdienstes.

Bibelübergabe in der evangelischen Kirche Diepoldsau-Schmitter. Das Buch der Bücher: Die Bibel In einem festlichen Gottesdienst mit Andreas Brändle erhielten die Drittklässler von ihren Religionslehrerinnen Heidi Heule und Marlis Huber ihre persönliche Bibel.

Der Gottesdienst wurde zum grossen Teil von den Kindern mitgestaltet. Sie lasen die Fürbitten und stellten ihr Lieblingsbuch vor. Auch einige Lieder wurden gemeinsam gesungen. Dann überreichten die beiden Lehrkräfte den Kindern ihre reich bebilderte Bibel. Im Anschluss traf man sich mit Eltern und Verwandten noch im Kirchgemeindehaus zu einen gemütlichen Beisammen sein.

Diepoldsau Im Rahmen des Seniorennachmittags der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Diepoldsau-Widnau-Kriessern konnten rund 100 Senioren eine interessante Aufführung der Senioren-Theatergruppe Silberfüchse Toggenburg geniessen. Dazu wurde der Innenraum der Kirche Diepoldsau in eine Beiz umgewandelt, hiess doch das Stück «Die letscht Beiz im Lindequartier». Geschrieben wurde es eigens für die «Silberfüchse» von Rösly Baumgartner-Strässle aus Kirchberg, einstudiert von Edgar Morger aus Bazenheid. Die Rheintaler Seniorinnen und Senioren belohnten die gelungene Aufführung mit einem kräftigen Applaus. Danach servierte der Frauenverein Diepoldsau den Gästen und Schauspielern im Kirchgemeindehaus ein wunderbares Essen mit süssem Abschluss. (Pfr. Andreas Brändle)

Der Innenraum der Kirche Diepoldsau wurde in eine Beiz umgewandelt. Bild: Pfr. Andreas Brändle

Rückblick auf die Legostadt 2019 vom Sonntag, 17. März 2019
Die Legostadt wurde von einem Team und über 30 Kinder unter der Leitung von Heidi Heule realisiert, in Zusammenarbeit mit dem Bibellesebund Winterthur, der die Legosteine zur Verfügung stellte. Baustart war am Freitag, 15. März, Fortsetzung am Samstag, 16. März. Am Sonntag, 17. März ein Gottesdienst zum Thema Legostadt gefeiert, anschliessend konnten alle Gäste die Legostadt besichtigen.

Widnau «In Europa kann man 50 Jahre alt werden, ohne je dem Tod begegnet zu sein. Der Tod ist aus der modernen Gesellschaft verschwunden, als wäre er eine Ausnahme.» Am Vortrags- und Gesprächsabend «In der Familie über Tod und Sterben reden» vom Donnerstag, 21. Februar, im evangelischen Kirchgemeindehaus gab Silke Dohrmann Gegensteuer. Als erfahrene Pfarrerin und Hospizbegleiterin weiss sie, wie oft der Tod verdrängt und tabuisiert wird. «Eine Abkündigung im Rahmen eines Taufgottesdienstes erleben viele als Grenzüberschreitung. Dabei gehört der Tod genauso zum Leben wie die Geburt.» Silke Dohrmann ermutigte die rund 30 Teilnehmenden, bei aller Trauer und Angst den Tod auch als natürlichen und unabwendbaren Teil des Lebens zu akzeptieren. «Am Anfang braucht es Mut, darüber zu reden, man will niemanden irritieren oder verletzen. Das ist eine Herausforderung, für die Angehörigen genauso wie für die Betroffenen, die mit dem Alter zunehmend mit Einschränkungen und Krankheit zurechtkommen müssen.» Wie reagiert man, wenn man merkt, dass der achtzigjährige Vater nicht mehr sicher Auto fährt? Was sagt man, wenn schmutziges Geschirr im Schrank der neunzigjährigen Mutter liegt? In solchen Situationen sei es besser, über die eigenen Gefühle zu reden statt Anweisungen zu geben, riet Silke Dohrmann. «Anweisungen führen zu Widerstand, ehrlich ausgedrückte Gefühle erhöhen die Akzeptanz.» Fortschreitender Kontrollverlust führt bei Betroffenen und Angehörigen oft zu Trauer und Wut: «Warum gerade ich?» – «Das hätte nicht passieren dürfen.» Offen und ehrlich über die Situation reden und der Mut, sich familiäre, freundschaftliche, nachbarschaftliche und professionelle Hilfe zu holen, um sich selber zu entlasten, sei ein wichtiger erster Schritt, Trauer und Angst zu lindern, so die allgemeine Erkenntnis der Anwesenden, von denen viele über eigene Schicksale berichteten. Und wie soll man Kindern begegnen? Ein Teilnehmer brachte es auf den Punkt: «Jede Frage verdient eine klare Antwort. Aber es braucht keine ausufernden Zusatzerklärungen, die das Kind verunsichern.» Eine weitere Erkenntnis des Abends: Es lohnt sich, für den eigenen Tod alles Wichtige wie Patientenverfügung, Erbangelegenheiten und Wünsche für die Abdankung frühzeitig zu regeln. Mit dieser Klarheit tut man sich und den Angehörigen nur Gutes. (wi)

Pfarrerin Silke Dohrmann im Gespräch mit den Anwesenden. Bild: wi

Diepoldsau Über 100 Seniorinnen und Senioren folgten der Einladung der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Diepoldsau-Widnau-Kriessern und besuchten die diesjährige Seniorenweihnachtfeier im Kirchgemeindehaus Diepoldsau. Zunächst wurden die Gäste mit einem feinen Essen verwöhnt, serviert vom Frauenverein. Anschliessend erfreuten 22 Kinder des Kindergartens Kirchenfeld unter der Leitung von Madeleine Dierauer, Tanja Ruess und Corinne Häusler mit dem Krippenspiel «Em Simon sini 4 Liechter». Und dann folgte schon die nächste Überraschung: Pfarrer Urs Dohrmann trug ein besinnliches Gedicht zum Thema «Engel» vor. Zum «Dessert» griff Pfarrer Andreas Brändle zur Gitarre – gemeinsam wurden bekannte, traditionsreiche Weihnachtslieder gesungen. (AB)

Mit demKrippenspiel «Em Simon sini 4 Liechter» zogen die Kinder des Kindergartens Kirchenfeld die Gäste in ihren Bann. Bild: AB


Das Lemuel-Team, vordere Reihe, von links: Gerhard Schippert, Cornelia Schippert, Ruth Lareida, Reto Lareida, Elisabeth Brühlmann, Walter Brühlmann. Hintere Reihe, von links: Pfarrer Andreas Brändle und Patrick Weder, Vizepräsident der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Diepoldsau-Widnau-Kriessern. Bild: wi

Diepoldsau Viren können auch Positives bewirken. Zum Beispiel der Virus namens «Lemuel». Eingeschleppt wurde er von Patrick Weder, dem Vizepräsidenten der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Diepoldsau-Widnau-Kriessern. Er bot der Organisation, die sich seit Jahren für eine gezielte Ausbildung und Existenzsicherung von Menschen auf Haiti einsetzt, eine Plattform im Rahmen des Gottesdienstes vom Sonntag, 9. Dezember. Mit pointierten Worten beleuchtete Pfarrer Andreas Brändle die biblische Figur, König Lemuel, der von seiner Mutter ermahnt wird, nicht dem Müssiggang und Alkohol zu verfallen, sondern sich voll für sein Land einzusetzen. Die darauf folgende Präsentation von Cornelia Schippert und Reto Lareida zeigte, wie aktuell diese Geschichte ist: In Haiti herrscht 80 Prozent Arbeitslosigkeit. Viele Männer resignieren, trinken, spielen und halten sich mit Gelegenheitsarbeiten und Kleinkriminalität über Wasser. Es sind vor allem die Frauen, die sich trotz des Elends für bessere Perspektiven einsetzen, zum Beispiel mit der Herstellung von Textilprodukten in den Ateliers von Lemuel, die nach dem Gottesdienst im Kirchgemeindehaus verkauft wurden. Initiiert wurde Lemuel von Cornelia Schippert, die bei einem Haiti-Aufenthalt mit ihrem Mann, dem pensionierten Pfarrer Gerhard Schippert, die unerträgliche Not des ärmsten Landes der westlichen Welt hautnah mitbekam. 75 Prozent der Kinder sind mangelernährt, was oft zu gravierenden körperlichen und geistigen Fehlentwicklungen führt. Cornelia Schippert gründete ein Nähatelier für Frauen und befähigt sie seither dazu, dass sie die Schuluniformen für ihre Kinder selbst nähen und sich mit weiteren Näharbeiten auch einen Zustupf für die Haushaltkasse verdienen können. Auch dieser Virus verbreitete sich weiter: Heute betreibt Lemuel verschiedene Projekte auf Haiti, die solide Ausbildung, sinnvolle Arbeitsplätze sowie gesicherte Lebensverhältnisse für Kinder und Erwachsene gewährleisten. Ein Ende ist nicht abzusehen. Der Grundsatz von Lemuel lautet: «Hilfe zur Selbsthilfe.» So werden alle Institutionen von Einheimischen geführt, die vom Lemuel-Team ausgebildet und begleitet werden. Wer auf www.lemuel.ch nachschaut, stellt fest, dass Haiti schon von etlichen Lemuel-Projekten übersät ist, die auf effizienteste Weise Menschlichkeit und eine gesunde Basiswirtschaft in das von Kriminalität und Chaos gebeutelte Land bringen. Alle Mitwirkenden des Lemuel-Teams zahlen ihre Spesen – Reisen und Aufenthalte auf Haiti plus administrative Aufwände – vollumfänglich aus dem eigenen Sack. Spenden fliessen also ungeschmälert in die viral sich verbreitenden und stetig wachsenden Projekte. (wi)

Widnau «Love is in the Air» – der prägnant gestaltete Flyer mit diesem Titel lockte am frühen Samstagabend, 1. Dezember, zahlreiche Gottesdienstbesucherinnen und -besucher in die evangelische Kapelle, wo Pfarrerin Silke Dohrmann zur 1.-Advent-Feier zum unerschöpflichen Thema «Liebe» lud. Selbst beim Welthit «Love is in the Air» sei nicht sicher, ob sich das Lied an einen Menschen oder an Gott richte, so Silke Dohrmann. «Das zeigt auch, wie vielfältig Liebe sein kann.» Anhand eines Gedichtes von Erich Fried und Psalmtexten öffnete sie den thematischen Fächer auf spannende Art. Dazwischen wurde leidenschaftlich gesungen. Natürlich über die Liebe. Mal solo, mal im vierstimmigen Frauenensemble mit Ruth Eggenberger, Liane Weiss, Carola Dörig und Anjela Brockmann und meist gemeinsam mit den Kirchenbesuchern – das alles unter der musikalischen Leitung Karin Fend, Piano, und verstärkt mit Jonas Hutter, Perkussion, Thomas Ruez, Gitarre, Katja Weber, Querflöte, sowie Severin Fässler am Schwyzerörgeli und Akkordeon. Ein begeisternder Höhepunkt war die Uraufführung des Songs «I'll love you», komponiert und vorgetragen von Thomas Ruez – und seiner Gattin gewidmet. (wi)

Pfarrerin Silke Dohrmann (rechts) und die musikalische Leiterin Karin Fend (2. v.r.) begeisterten gemeinsam mit den Instrumentalisten und den Sängerinnen. Mit «I'll love you» gelang Thomas Ruez hinten rechts) eine eindrückliche Uraufführung. Bild: wi

Widnau «Popcorn – Film und Gespräch» ist ein Angebot der Evang. Kirchgemeinde Diepoldsau-Widnau-Kriessern. Initiator und Betreuer ist Pfarrer Urs Dohrmann, der «Mann mit den 1000 Talenten». Er sucht die Filme aus, erstellt das Programm, empfängt jeden Gast persönlich, führt in den Film ein und verwöhnt die Zuschauer in der Pause mit selbst geröstetem Popcorn und Getränken. Ganz klar, dass bei dieser Gelegenheit interessante Gespräche über das Gesehene entstehen. Am Freitag, 30. November, wurde «Finsteres Glück» – ein Film nach einem Roman von Lukas Hartmann – gezeigt. Der letzte Film des Jahres – «Monsieur Claude und seine Töchter» – wird am Freitag, 14. Dezember, 19.30 Uhr, im evang. Kirchgemeindehaus, sicher für viel Schmunzeln und Lacher sorgen. 2019 wird das Programm mit je einem aussergewöhnlichen Film pro Monat weitergeführt. (wi)

Kaum läuft der Abspann, eilt Pfarrer Urs Dohrmann in die Küche und bereitet knuspriges Popcorn zu. Bild: wi

Widnau Am Montag, 22. Oktober, lud die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Diepoldsau-Widnau-Schmitter zum Anlass «Leben bis zuletzt – ist das möglich?» ein. Unter der Moderation von Pfarrerin Silke Dohrmann berichteten Helferinnen und Helfer des Hospiz-Dienstes Rheintal sowie eine Betroffene von ihren Erfahrungen in der Sterbebegleitung. Rund 70 Besucherinnen und Besucher kamen und diskutierten mit. «Seit ich in einem Hospiz-Dienst in Norddeutschland tätig war, trage ich bunte Kleider», erzählte Pfarrerin Silke Dohrmann. «Gewiss, der Tod hat traurige Seiten. Aber er macht das Leben auch wertvoll, indem er es begrenzt.» Damit das Leben bis zum Schluss möglichst bereichernd ist, begleiten rund 40 Freiwillige des Hospiz-Dienstes Rheintal Menschen in ihrer letzten Lebensphase. «Sie hören ihnen zu, plaudern mit ihnen, lesen Geschichten und Zeitungsartikel vor. Manchmal musizieren und singen sie sogar gemeinsam. Uns ist wichtig, dass der sterbende Mensch im Mittelpunkt steht», betonte Geschäftsleiterin Regula Bont. Präsidentin Jutta Cobbioni ergänzte: «Für viele Familien ist es wertvoll. wenn unsere Begleiterinnen und Begleiter unbelastet von aussen kommen. Das führt zu mehr Gelassenheit, oft sogar zu einer heiteren, abgeklärten Stimmung.» Nicht zuletzt darum wird dieses Angebot zunehmend geschätzt. Während 2015, im ersten Betriebsjahr, 857 Einsatzstunden geleistet wurden, sind es in diesem Jahr per Mitte Oktober bereits über 2000. Die Sterbebegleitungen des Hospiz-Dienstes Rheintal sind kostenlos. Der Verein ist auf Spenden und weitere Freiwillige angewiesen. Alle Informationen finden sich auf www.hospiz-rheintal.ch(wi)

Von links: Jutta Cobbioni und Regula Bont, Präsidentin und Geschäftsleiterin des Hospiz-Dienstes Rheintal, Pfarrerin Silke Dohrmann, Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Diepoldsau-Widnau-Kriessern. Bild: wi

Krummensee Am Sonntag, 19. August, feierte die Evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Diepoldsau-Widnau-Kriessern ihren Feldgottesdienst bei der Familie Willi im Krummensee. Gemeinsam mit der gastgebenden Bauernfamilie sorgten engagierte Helferinnen und Helfer dafür, dass Tische, Sitzbänke, Sonnenschirme, Verpflegung und Getränke zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren. Gemeinsam mit dem Religionslehrer Rainer Reich feierte Pfarrerin Silke Dohrmann herzhaft und pointiert einen Gottesdienst zum Thema «Zuversicht». Die neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden aus Widnau und Kriessern stellten sich jeweils mit einem «Elfchen» – einer prägnanten Aussage mit elf Wörtern – vor. Auch hier ging es um das Stichwort «Zuversicht». Mit besinnlichen und beschwingten Vorträgen und Liedbegleitungen bewies der Musikverein Diepoldsau-Schmitter unter der Leitung von Daniel Ritter einmal mehr, dass er zur musikalischen Topliga zählt. Mit Bratwurst, Getränk, Kaffee und Nussgipfel klang der Feldgottesdienst in fröhlicher, angeregter Stimmung aus. (wi)

Oben blauer Himmel, unten gute Laune: Der Feldgottesdienst 2018 wird wohl den meisten in bester Erinnerung bleiben. Bild: wi

Widnau Am Sonntag, 8. April, wurde der Singgottesdienst «Born to be wild» in der evangelischen Kapelle in Widnau so begeistert aufgenommen, dass die Beteiligten sich dazu entschlossen, das von Pfarrer Urs Dohrmann gedrehte Video auf Youtube zu stellen. Wer dort ins Suchfenster «Evang Diepoldsau» eingibt, gelangt auf den Kanal der Evangelischen Kirchgemeinde Diepoldsau-Widnau-Kriessern und kann sich den Film in thematisch gegliederten Abschnitten anschauen. «Wild und Kirche ‒ wie geht das zusammen?», stimmte Pfarrerin Silke Dohrmann in diesen besonderen Gottesdienst ein. «Machen wir uns doch zusammen auf den Weg, das rauszufinden: die Kraft Gottes im Wilden zu entdecken. Und wir lassen es rocken!» Ihr Fazit: Christen sollten nicht einfach nur brav, sondern auch wild sein und aufbegehren, wo Ungerechtigkeit herrscht. Es entstand ein spannender Dialog zwischen Predigt, Musik und Gebet. Unter der musikalischen Leitung der Organistin Karin Fend spielte eine eigens zusammengestellte Band mit vier Sängerinnen aus der Kirchgemeinde mitreissende Rocksongs, darunter natürlich auch «Born to be wild» von Steppenwolf, ebenso aber auch besinnliche Lieder, die zum Teil zusammen mit der Gemeinde gesungen wurden. (pd)

Von links: Julia Gloor (Violine), Jonas Hutter (Drums, Congas), die Sängerinnen Ruth Eggenberger, Liane Weiss, Carola Dörig und Aniela Brockmann, Markus Fend (E-Bass, Tontechnik, hinten vor der Orgel sitzend), Pfarrerin Silke Dohrmann, Markus Gimplinger (E-Gitarre), Joel Gimplinger (Gesang) und Karin Fend (Piano, Orgel, musikalische Leitung). Bild: pd